In den letzten Jahren habe ich unzählige Strategien gesehen, die Unternehmen anwenden, um Komplexität zu reduzieren. Eine davon bleibt erstaunlich zeitlos: die One-in-One-out-Regel. Es klingt simpel – für jedes neue Element muss ein altes gehen. Doch in der Praxis offenbart diese Regel einen enormen Einfluss auf Effizienz, Fokus und unternehmerische Disziplin. Ob im Supply Chain Management, im Personalwesen oder sogar bei Software-Abos – sie verhindert Überlastung und wahrt die Balance. Lassen Sie uns tiefer einsteigen, wie diese Regel im Geschäftsalltag funktioniert.
Menschen und Organisationen überladen sich gern, sei es mit Informationen, Tools oder Projekten. Ich habe Teams erlebt, die fünf Tools gleichzeitig nutzten, aber keines richtig – weil niemand Altes loslassen wollte. Die One-in-One-out-Regel zwingt uns, bewusste Entscheidungen zu treffen. Es geht darum, Priorität zu erkennen und mentalen Freiraum zu schaffen. Die Psychologie dahinter: Knappheit fördert Klarheit. Wer alte Zöpfe abschneidet, schafft Raum für das Wesentliche. In meiner Karriere habe ich gemerkt: Je konsequenter das Loslassen, desto mehr mentale und operative Kapazitäten bleiben frei – gerade in Zeiten schnellen Wandels.
Im Projektgeschäft ist die Versuchung groß, ständig Neues zu starten. Ich erinnere mich an 2018, als ein Kunde gleichzeitig sieben Initiativen führte. Das Ergebnis? Kein Projekt wurde abgeschlossen. Sobald wir die One-in-One-out-Regel eingeführt hatten, änderte sich alles. Jede neue Initiative durfte nur bei Abschluss oder Abbruch einer alten anfangen. Plötzlich stieg die Erfolgsquote messbarer Projekte von 20 auf 60 Prozent. Das ist kein Zufall, sondern ein direkter Effekt der Regel: Sie verhindert Ressourcenzersplitterung und erhöht die Verbindlichkeit.
Die Regel gilt nicht nur für Projekte, sondern auch für Teams. Ich habe einmal ein wachsendes Vertriebs-Team beraten, das ständig neue Leute einstellte, aber interne Prozesse nie überprüfte. Das führte zu einem ineffizienten Overhead und hoher Fluktuation. Durch Einführung der One-in-One-out-Regel – beim Hinzufügen musten auch unpassende Rollen abbaut werden – haben wir Strukturen gestrafft. Das Resultat: Die Produktivitätskennzahlen stiegen um 15 Prozent, während die Mitarbeiterbindung zunahm. Die Lektion hier: Wachstum ohne Loslassen ist Illusion.
Führungskräfte klagen oft über Entscheidungsstaus. Einer meiner größten Aha-Momente kam bei einem Board-Meeting, bei dem 40 offene Initiativen diskutiert wurden. Niemand wusste mehr, was Priorität hatte. Mit der One-in-One-out-Regel haben wir einen klaren Cut eingeführt: Für jede neue Priorität verschwand eine alte. Der Effekt war spürbar – plötzlich hatten wir weniger Themen, aber mehr Fortschritt. Die Regel zwingt zur harten, aber nötigen Reflexion: Was ist wirklich relevant? Sie ist kein Werkzeug für Bequemlichkeit, sondern für klare Priorisierung.
Besonders in Krisenzeiten zeigt die Regel ihren wahren Wert. Während der Pandemie habe ich Unternehmen begleitet, die massiv Kosten senken mussten. Statt willkürlicher Kürzungen setzten wir auf One-in-One-out bei Ausgaben. Neue Investitionen waren nur erlaubt, wenn alte Kostenstellen gestrichen wurden. Dies brachte eine Disziplin zurück, die viele in Boomzeiten vergessen hatten. In einer Firma konnten wir so 12 Prozent OPEX einsparen, während wir gleichzeitig in digitale Vertriebskanäle investierten. Der Fokus auf Balance macht diese Regel so kraftvoll.
Heute flattern ständig neue Software-Tools auf den Markt. Jeder CTO kennt den Druck: “Wir brauchen dieses neue Tool!” Die Realität ist, dass solche Tools oft ungenutzt bleiben und Komplexität erhöhen. In einer Beratung mit einem Tech-Unternehmen haben wir die One-in-One-out-Regel strikt auf IT-Systeme angewandt. Das Ergebnis war nicht nur eine Reduktion von 20 SaaS-Tools auf zehn, sondern auch eine Zeitersparnis von 30 Stunden monatlich durch weniger Einarbeitung und Schnittstellen. Hier zeigt sich: Weniger ist gefährlich effizient.
Die One-in-One-out-Regel hat auch eine nachhaltige Dimension. Viele Unternehmen reden über ESG, aber im Alltag geht es oft um Symbolpolitik. Ich habe jedoch gesehen, wie Firmen ernsthaft Ressourcen reduzierten, indem sie für jeden neuen Prozessschritt einen alten eliminierten. Besonders im Konsumgüterbereich führte dies zu weniger Lagerbeständen und weniger Abfall. Ein praktisches Beispiel findet sich anschaulich bei Umweltbundesamt, das ähnliche Prinzipien beschreibt. Diese Haltung bewirkt nicht nur Kostensenkung, sondern stärkt auch das Markenimage.
Es wäre ein Fehler, die Regel nur auf Organisationen anzuwenden. Auch als Führungskraft habe ich sie für meine persönliche Produktivität genutzt. Früher habe ich jedes neue To-do meiner Agenda einfach hinzugefügt. Irgendwann war mein Kalender unbrauchbar. Heute gilt: Neue Verpflichtungen nehme ich nur an, wenn ich etwas anderes bewusst streiche. Das klingt hart, aber die Konsequenz verleiht Autorität über die eigene Zeit. In der Praxis heißt das: Mehr Raum für strategisches Denken, weniger operative Hektik.
Mit der Zeit habe ich erkannt: Die größte Stärke der One-in-One-out-Regel liegt darin, dass sie mehr ist als ein Werkzeug. Sie ist eine Denkweise. Eine Haltung, die Überfluss hinterfragt und Fokus kultiviert. Im Unterschied zu modischen Management-Tools bleibt sie unausweichlich relevant. Und genau das macht sie so mächtig. In einer Welt voller Ablenkungen schützt sie das Wertvollste, was wir haben: Klarheit.
Die One-in-One-out-Regel ist keine Modeerscheinung, sondern ein erprobtes Prinzip für Disziplin, Klarheit und Effizienz. Ob in Projekten, Teams, Technologien oder Kosten – wer konsequent anwendet, gewinnt an Fokus und Durchschlagskraft. Sie zwingt uns, bewusst zu wählen, anstatt uns treiben zu lassen. Für mich bleibt sie eines der unterschätztesten, aber wirksamsten Werkzeuge für nachhaltigen Erfolg.
Die Regel besagt, dass für jedes neue Element ein altes entfernt werden muss, um Balance zu halten.
Die Wurzeln liegen im Minimalismus und Management-Ansätzen, doch inzwischen nutzen viele Unternehmen das Prinzip.
Ja, sie steigert persönliche Produktivität und verhindert Überlastung durch zu viele Verpflichtungen.
Definitiv. Durch klare Begrenzung neuer Ausgaben wird Kostendisziplin gestärkt und Budgets kontrollierbarer.
Nein. Sie kann in Finanzen, HR, IT und sogar im Marketing wirksam umgesetzt werden.
Ja. Weniger parallele Aufgaben oder Tools führen zu mehr Fokus und spürbaren Zeitgewinnen.
Nur, wenn man sie falsch anwendet. Sie fördert Innovation, indem sie Raum für Neues schafft.
Sehr gut, da agile Teams ohnehin auf klare Prioritäten und iterative Arbeit angewiesen sind.
Besonders dort – Startups riskieren oft Überlastung. Mit dieser Regel bleiben sie fokussierter.
Priorisierung wählt Wichtiges aus, die Regel zwingt zudem aktiv zum Loslassen.
Ja, sie kann auf Ressourcen, Aufgaben, Software oder sogar persönliche Routinen angewandt werden.
Sie reduziert Stress, da Mitarbeiter nicht gleichzeitig zu viele Baustellen bedienen müssen.
Ja, sie spart Ressourcen, vermindert Verschwendung und stärkt langfristig Effizienz.
Unbedingt, ohne konsequente Führung ignorieren Mitarbeiter schnell den eigentlichen Zweck.
Ja, meist steigt Projektabschlussquote, Ressourcennutzung oder Effizienz um 15–30 Prozent.
Sie ist universell anwendbar – ob Industrie, Handel, Dienstleistung oder Non-Profit.
Gifts are more than just objects—they carry thought, sentiment, and the desire to make someone…
Ein gesundes Leben ist mehr als nur die Abwesenheit von Krankheit; es ist ein Zustand…
In Berlin kommt es leider allzu oft vor: ein kleiner Unfall, aufgewühlte Nerven und anfängliche…
In der pharmazeutischen Industrie ist die Reinheit von Produkten von zentraler Bedeutung. Kontaminationen, selbst in…
Ein gesunder Baum ist nicht nur ein ästhetischer Gewinn für jeden Garten oder öffentlichen Raum,…
Vanessa Liberte ist eine deutsche Influencerin und Online-Persönlichkeit, die vor allem über soziale Netzwerke ein…